SV 1931 Hermersberg e.V.

Bezirksliga Westpfalz | A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Die SG Rieschweiler hat gestern Abend durch zwei späte Tore mit 2:0 (0:0) beim zwei Klassen tiefer spielenden Bezirksligisten SV Hermersberg gewonnen. Damit steht der Fußball-Landesligist in der vierten Runde des Verbandspokals. Dort tritt die SGR am kommenden Mittwoch beim Verbandsliga-Konkurrenten VfR Kandel an. Der SV Hermersberg spielte gestern Abend ab der 65. Minute in Überzahl, erzielte aber trotz vieler Torchancen in der zweiten Halbzeit kein Tor.

Die Hermersberger Mannschaft haben nicht nur die SG Rieschweiler sondern auch die Zuschauer überrascht. Unter Flutlicht und bei „herrlichstem“ Fritz-Walter-Wetter hielten die Gastgeber in der ersten Halbzeit nicht nur dagegen, sondern suchten ihre Chancen in der Offensive. Der SV Hermersberg stellte Gegenspieler und Räume geschickt zu.
Deshalb war es nicht verwunderlich, dass die favorisierten Gäste erst in der 20. Minute ihre erste Torchance herausspielten. Luca Brödel lief frei auf SVH-Schlussmann Marc Zimmermann zu, doch der Torwart behielt durch eine Parade die Oberhand.

Trotz der Überlegenheit in Sachen Ballbesitz dauerte es bis sieben Minute vor der Pause, bis die Verbandsliga-Kicker von der dicken Eiche ihre nächste Chance hatten, wobei es erst durch einen Hermersberger gefährlich wurde. Jannik Steigner rutschte an einer Flanke vorbei und Jens Kolbs Klärungsversuch hätte beinahe in einem Eigentor geendet, denn der Ball kullerte knapp am Pfosten vorbei.

Kurz vor dem Pausenpfiff zeichnete sich Hermersbergs Schlussmann nochmal aus. Er parierte einen Kopfball aus fünf Metern mit einer Fußabwehr. Der 0:0-Pausenstand ging angesichts des leidenschaftlichen Kampfes der Hausherren in Ordnung.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gehörte dem SV Hermersberg. Die Elf von Trainer Benjamin Mayer setzte die Gäste mächtig unter Druck und kam zu drei guten Torabschlüssen. Danach übernahm die SGR wieder das Zepter. Endstation war aber immer wieder Marc Zimmermann, der nach 55 Minuten durch eine Flugeinlage zuerst einen Freistoß von Nico Freiler entschärfte und weitere Torschüsse abwehrte.

Ab der 65. Minute stiegen die Siegchancen der Hausherren. Rieschweilers Manuel Megel musste nach einer Notbremse und einer Roten Karte den Platz verlassen. Megel hatte zuvor ein Laufduell gegen Hermersbergs Silas Brödel verloren. Zum Glück für die SG Rieschweiler war das Foul vor der Strafraumlinie. Den Freistoß, ausgeführt von Timm Dudek, ließ SGR-Torwart Christian Megel abklatschen, doch Jonathan Vogts Nachschuss landete knapp über dem Tor.

Trotz der Hermersberger Überzahl sahen die Zuschauer erst drei Minuten vor dem Ende wieder eine Torchance. Johannes Mendel setzte sich gegen Felix Decker durch und passte zu Patrick Bold, der aus zehn Metern sofort abzog, doch Christian Megel hielt das 0:0 durch eine Fußabwehr fest.

Im Gegenzug fiel die Entscheidung für die SG Rieschweiler. Stürmer Luca Brödel wurde im Strafraum zu Fall gebracht und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Tobias Leonhard verwandelte zur 1:0-Gästeführung. Die Hermersberger warfen nun alles nach vorne und wurden kurz danach ausgekontert. Der eingewechselte Christian Zech lief frei auf Marc Zimmermann zu, umspielte ihn und sorgte für den 2:0-Endstand.

Stimmen zum Spiel

SVH-Trainer Benjamin Mayer: Wir waren einfach zu naiv. Wir müssen vor der Elfmetersituation schon im Mittelfeld foulen, dann passiert das nicht. Wir hatten in der zweiten Hälfte vier gute Torchancen, Rieschweiler keine, wir hätten in die Verlängerung kommen müssen. Irgendwann sterben wir vor Naivität.
SGR-Trainer Frederic Stark: Von uns war es eine sehr schwache Leistung, wir haben nicht gezeigt, was wir können. Nach den ersten zehn Minuten haben wir das Fußballspielen eingestellt. Wenn wir in Kandel so spielen, gehen wir unter.

2017 09 14 Rieschweiler

So spielten sie:

SV Hermersberg: Zimmermann - Jochum, Mendel, Bold, Dudek, Franz, Dausmann, S. Brödel, Kolb, Deho (46. Masch), Vogt

SG Rieschweiler: C. Megel - Decker, Frank, Stark, Steigner, Freiler (70. Ohlinger), M. Megel, L. Brödel, Greinert, Leonhard, Littner (60. Zech)

Tore: 0:1 Leonhard (88. Foulelfmeter), 0:2 Zech (89.)

Rote Karte: M. Megel, SGR  (65. Notbremse)

Zuschauer: 100

Schiedsrichter: Marvin Schmidt (Rodenbach)

(Pirmasenser Zeitung)


 

FUSSBALL-VERBANDSPOKAL: Gestern Abend 2:0-Sieg des Verbandsligisten SG Rieschweiler bei Bezirksliga-Tabellenführer SV Hermersberg

HERMERSBERG. Unter schwierigsten Bedingungen hat sich Fußball-Verbandsligist SG Rieschweiler gestern Abend bei Bezirksliga-Tabellenführer SV Hermersberg mit 2:0 (0:0) durchgesetzt. In dieser Partie der dritten Verbandspokalrunde regnete und stürmte es. Und Rieschweiler war ab der 66. Minute nach einer Roten Karte für Manuel Megel dezimiert.

Ein Wasserfilm lag auf dem Platz, der Ball wurde bei jedem Pass pfeilschnell, und die Akteure beider Mannschaften hatten gehörige Standschwierigkeiten. Daher kam in der ersten Halbzeit nicht viel zustande. Rieschweiler, an der Seitenlinie von Zweitmannschafts-Spielertrainer Daniel Preuß angetrieben, da Björn Hüther nach einer Knieoperation unter der Zuschauertribüne am Kabinentrakt weilte, kam trotz drückender Überlegenheit kaum zu Chancen.Der Bezirksligist verteidigte geschickt. Vor der Vierer-Abwehrreihe hatte SVH-Trainer Benjamin Mayer ein tief stehendes Fünfer-Mittelfeld positioniert und erschwerte so dem Gegner das Aufbauspiel. Nur der pfeilschnelle Silas Brödel lauerte bei Kontern in der Spitze. Zwar tankte sich die SGR, angetrieben von Tobias Leonhard, der überall zu finden war, immer mal wieder vors Tor des SVH durch, doch viel sprang dabei nicht heraus. „Das läuft wie schon die gesamte Saison, wir erspielen uns zu wenige Chancen“, sagte Leonhard später. Erst in der 17. Minute, als Hermersberg erstmals in die Offensive aufgerückt war, entstand die erste Gäste-Möglichkeit. Leonhard spielte Angreifer Luca Brödel zentral vor dem Tor frei, Brödel schoss sofort, jedoch in die Arme des starken SVH-Torhüters Marc Zimmermann. Kurz vor der Pause hatte Luca Littner nach einem Eckstoß die beste SGR-Chance, Zimmermann reagierte erneut glänzend. Der Bezirksligist hatte eine einzige Halbchance durch Patrik Bold, dieser verzog aus 20 Metern jedoch deutlich. (30.).
Mit Beginn der zweiten Halbzeit agierte Hermersberg auf einmal offensiv, die Flanken rauschten gefährlich vors SGR-Tor. „Da hätten wir in Führung gehen müssen, da haben wir uns gut freigespielt“, trauerte Silas Brödel den Chancen nach. In der 54. Minute parierte der SVH-Torhüter einen scharf geschossenen Freistoß des agilen Nico Freiler. In der 66. Minute schwächte sich Rieschweiler selbst: Manuel Megel zog gegen Silas Brödel die Notbremse – Rote Karte und zudem eine gute Freistoßchance für Hermersberg. Timm Dudek scheiterte mit einem Flachschuss an Christian Megel.

Danach passierte lange nichts, bis Johannes Mendel in der 87. Minute Bold bediente, der aus spitzem Winkel am SGR-Torhüter scheiterte. Leonhard: „Da hatten wir Glück, das kann auch anders ausgehen.“ Eine Minute später dann Strafstoß für Rieschweiler, nachdem Daniel Jochum SGR-Akteur Zech im Strafraum gefoult hatte. Leonhard verwandelte eiskalt. Kurz darauf erhöhte Christian Zech gegen aufgerückte Hermersberger nach einem Konter auf 2:0. „Es war ein Erfolg, so lange die Null zu halten, am Ende sind wir natürlich enttäuscht“, sagte SVH-Verteidiger Marius Dausmann. Leonhards Fazit: „Hauptsache, weitergekommen!“

2017 09 14 Rieschweiler2
So spielten sie:
SV Hermersberg: Zimmermann - Jochum, Dausmann, Franz, Kolb - Vogt (82. Dennis Müller), Deho (46. Masch), Bold, Dudek, Mendel - Silas Brödel (69. Leon Müller)
SG Rieschweiler: Chr. Megel - Greinert, Manuel Megel, Frank, Decker - Littner (60. Zech), Stark, Freiler (70. Ohlinger), Steigner (46. Becker) - Leonhard, Luca Brödel

Tore: 0:1 Leonhard (88., Foulelfmeter), 0:2 Zech (89.) - Gelbe Karten: Vogt - Luca Brödel - Rote Karte: Manuel Megel (66., Notbremse) - Beste Spieler: Franz, Dausmann, Zimmermann - Leonhard, Freiler, Stark - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Schmidt (Rodenbach). (Die Rheinpfalz)