SV 1931 Hermersberg e.V.

Bezirksliga Westpfalz | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

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HERMERSBERG. So hatte sich das wohl keiner vorgestellt: Mit 6:0 (4:0) schoss gestern Nachmittag der SC Weselberg den SV Hermersberg im mit Spannung erwarteten Sickingerhöhderby der Fußball-Bezirksliga ab. Kevin Büchler schoss vor 450 Zuschauern alleine drei Tore für den Tabellenzweiten, darunter per Elfmeter das vorentscheidende 3:0 in der 40. Minute, dem eine Rote Karte für Hermersbergs Keeper Marc Zimmermann vorausgegangen war.

Durch drei Standardtore gingen die reifer wirkenden Weselberger auf dem Hermersberger Kunstrasen mit 3:0 in Führung. Beim 1:0 (14.) köpfte Jascha Conzelmann den Ball nach einer Ecke des agilen, technisch starken Kevin Büchler mühelos ins Netz. Der Kommentar des sehr zufriedenen SCW-Trainers Attila Baum dazu: „Alleine das haben wir im letzten Training 20 Minuten lang geübt.“ Sieben Minuten später versenkte Büchler einen Freistoß zum 2:0 im Tor der Gastgeber. In Minute 39 schickte Julian Bold Conzelmann mit einem Steilpass in Richtung Hermersberger Tor. SVH-Verteidiger Daniel Jochum war gegen den pfeilschnellen Ex-Oberligastürmer überfordert, Conzelmann legte den Ball an SVH-Torhüter Zimmermann vorbei und hätte nur noch einzuschieben brauchen, als ihn Zimmermann zu Fall brachte. Die Folge: Strafstoß und Rot für Zimmermann. Büchler nutzte den Elfer zum 3:0 (40.) und damit zu seinem bereits 20. Saisontreffer. Das war’s dann schon.„Wir haben nicht mehr ins Spiel gefunden. Das war gar nichts von uns“, merkte der arg angesäuerte SVH-Trainer Volker Theis an. „Handlungslahm“ habe sein Team agiert und nicht erkennen lassen, dass es „Zweikämpfe überhaupt gewinnen wollte“. Der Leistungsabfall gegenüber dem 4:2-Sieg gegen den VfR Kaiserslautern sei „krass“ gewesen.

Erst in der 83. Minute hatte Weselbergs Keeper Steffen May etwas zu tun, als er ein Schüsschen abwehrte. „Ich hatte in der Tat einen sehr ruhigen Nachmittag“, befand der 30-jährige Torwart mit Verbandsliga-Vergangenheit. Er habe sich in dieser Partie eher als Libero denn als Torwart gefühlt, denn immer wieder passten ihm seine Vorderleute beim Spielaufbau den Ball zurück, wobei sich zeigte, dass May hervorragend mit der Kugel umzugehen weiß. „Wir waren taktisch eine Klasse stärker als Hermersberg“ resümierte indes Baum. Dieser Erfolg sei gut für das Selbstvertrauen und die Moral. Baum hatte sich sogar erlauben können, den überragenden Conzelmann kurz nach dem Seitenwechsel gegen Michael Treinen auszutauschen. Auch das lief perfekt: Mit seiner ersten Aktion markierte Treinen das 5:0 (48.), nachdem Bold in der 45. Minute nach Conzelmanns perfekter Vorarbeit das 4:0 erzielt hatte. Treinen leistete zudem die Vorarbeit zum 6:0, als er Büchler anspielte, der Miguel Deho abschüttelte und präzise einschoss.

Kurios die Einwechslung von Patrick Huffman. In einem Schnick-Schnack-Schnuck-Duell gewann er gegen Nikolai Lutz und durfte so den Derbysieg 17 Minuten lang auf dem Kunstrasen genießen.

So spielten sie:

SV Hermersberg: Zimmermann - Jochum (39. Deppert), Dausmann, Sommer - Masch, Bold, Deho, Mendel - Lehmann (31. Kolb), Müller (77. Schütz), Dudek

SC Weselberg: May - Marco Kessler, Patrick Kessler, Gries (61. Raulin), Wilhelm - Geßner, Baum, Peifer - Conzelmann (47. Treinen), Bold (73. Huffman), Büchler

Tore: 0:1 Conzelmann (14.), 0:2 Büchler (21.) 0:3 Büchler (40., Foulelfmeter), 0:4 Bold (45.) 0:5 Treinen (48.) 0:6 Büchler (61.) -

Gelbe Karten: Masch, Kolb - Raulin, Marco Kessler, Wilhelm - Rote Karte: Zimmermann (39.) -

Beste Spieler: Dausmann, Masch - Conzelmann, Büchler, Geßner, Patrick Kessler, May -

Zuschauer: 450 - Schiedsrichter: Geisler (Winterbach). (Die Rheinpfalz)

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