SV 1931 Hermersberg e.V.

Landesliga West | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

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Fußball-Landesligist SV Hermersberg nimmt in der dritten Verbandspokalrunde auch die Hürde SG Rieschweiler. Der SVH bezwingt den favorisierten Verbandsligisten nicht unverdient mit 3:2 (1:1) und zieht in die vierte Runde des Wettbewerbs ein. Während SGR-Trainer Patrick Hildebrandt nach dem Schlusspfiff sprichwörtlich im Regen stand, träumt SVH-Trainer Jens Mayer von keinem geringen Gegner als den Roten Teufeln.

Als in der 84. Minute zum dritten Mal die Torhymne auf dem Hermersberger Rasenplatz ertönte, war die Partie aus Sicht der Gastgeber nicht nur gedreht, sondern auch entschieden. Christoph Metzger hatte von links eine Flanke auf den zweiten Pfosten geschlagen. Der eingewechselte Sebastian Gehring schob das Leder aus vollem Lauf zum 3:2 Endstand in den Kasten von SGR-Torhüter Jan Ohle. Für den Außenseiter-Sieg mussten sich die Kicker des SV Hermersberg trotz mehr Ballbesitz und Torgelegenheiten mächtig strecken, zwischenzeitlich rannten sie sogar einem Rückstand hinterher.
Im ersten Durchgang waren die Gastgeber absolut spielbestimmend, machten dennoch aus ihrer Überlegenheit zu wenig. Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe es zum ersten Mal gefährlich wurde. Nach einer Flanke von Cedric Gries behinderten sich die Gästespieler Pascal Frank und sein Torhüter gegenseitig. Das Leder kullerte Zentimeter neben dem Pfosten ins Aus.

Drei Minuten vor der Pause sahen die Zuschauer das überfällige 1:0. Johannes Mendel schickte Jens Kolb mit einem Pass in die Schnittstelle auf die Reise. Kolb bediente mit seiner mustergültigen Hereingabe SVH-Stürmer Florian Weber, der nur noch seinen Fuß an den Ball bringen musste, damit dieser in den Maschen zappelte. Die Führung hatte aber nur kurz Bestand. Der Hermersberger Stadionsprecher hatte Webers Treffer noch nicht verkündet, da stand es schon 1:1. Gästespieler Mirko Tüllner traf mit dem ersten Torschuss der SG Rieschweiler zum Ausgleich.

Die zweite Halbzeit wurde etwas offener, da die Gäste aus Rieschweiler besser ins Spiel kamen und aktiver wurden. Dennoch rieben sich vor allem die Fans des SV Hermersberg in der 68. Minute etwas verwundert die Augen, als der Verbandsligist in Führung ging. Die Spieler des SVH konnten nach einer Ecke den Ball nicht klären. Er fiel vor die Füße von Pascal Emser, dessen Schuss zur Bogenlampe und schließlich von Mannschaftskollege Lukas Bißbort zum 1:2 eingeköpft wurde.

In der Folge ging es Schlag auf Schlag. Drei Minuten nach dem Rückstand tauchte Timm Dudek frei vor Jan Ohle auf, konnte sich die Torecke eigentlich aussuchen, setzte den Ball aber links neben den Kasten. Was Dudek verwehrt blieb, durfte Marius Dausmann bejubeln – den Treffer zum 2:2-Ausgleich. Florian Weber köpfte den Ball in Richtung des zweiten Pfostens, an dem Dausmann lauerte und ihn im Liegen ins Tor stocherte. Keine zwei Minuten später bewahrte SVH-Schlussmann Reiner Schwartz seine Mannen vor einem erneuten Rückstand. Schwartz lenkte im Zurückfallen den Ball nach einem frechen Heber von Marc Daniel Arzt aus 35 Metern neben das Tor. Nur durch diese Glanztat war es Sebastian Gehring sechs Minuten vor dem Ende überhaupt möglich, den SV Hermersberg in die vierte Runde des Verbandspokals zu schießen, in die nun auch alle Oberligisten, Regionalligisten und der 1. FC Kaiserslautern einsteigen. Der Platzverweis von Pascal Emser in der 89. Minute war nicht mehr als eine Randnotiz. 

2020 08 31 Rieschweiler

STIMMEN:

 Jens Mayer, Spielertrainer SV Hermersberg: Angesichts des Aufwands, den wir betreiben, um uns Torchancen herauszuspielen, waren die Gegentreffer wieder Einladungen. Da wird man noch grauer als man schon ist. In meinen Augen ist der Sieg aber hochverdient, da wir die spielbestimmende Mannschaft waren. Wenn man mal soweit im Pokal kommt, will man natürlich den 1. FC Kaiserslautern.
Patrick Hildebrandt, Spielertrainer SG Rieschweiler: Am Ende war es dann doch eine bittere Niederlage, wobei der Sieg der Hermersberger nicht unverdient ist. Nach dem 2:1 hatten wir alles in der eigenen Hand, weil wir vielleicht auch etwas zu unclever waren. In den Phasen, in denen wir unter Druck geraten sind, haben wir die Ordnung verloren, was Hermersberg zu nutzen wusste.

So spielten sie:

SV Hermersberg: Schwartz – Metzger, Deho, Dausmann, Bold – Kolb (87. Jochum), Masch, Dudek, Mendel, Gries (62. Gehring) – Weber (90. Vogt)
SG Rieschweiler: Ohle – Rung, Frank, Sprau, Wagner – Brödel (73. Baur), Ohlinger, Emser, Bayer (73. Lieblang) – Tüllner (65. Arzt), Bißbort
Tore: 1:0 Weber (41.), 1:1 Tüllner (42.), 1:2 Bißbort (68.), 2:2 Dausmann (78.), 3:2 Gehring (84.)
Gelb-Rote Karte: Emser (SG Rieschweiler, wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Jannick Ziehmer (FV Olympia Ramstein)

(Pirmasenser Zeitung)

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