SV 1931 Hermersberg e.V.

Landesliga West | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Fußballer des SV Hermersberg. Der SVH schlägt Landesligarivalen TSC Zweibrücken mit 6:5 (1:1, 2:2) nach Elfmeterschießen und zieht in die dritte Runde des Verbandspokals ein. SVH-Trainer Jens Mayer wechselte in der 118. Minute Elfmetertöter Reiner Schwartz ein.

Als zehnter und gleichzeitig letzter Elfmeterschütze schnappte sich SVH-Stürmer Florian Weber den Ball und legt ihn auf den Punkt. Trifft Weber, gewinnt der SVH. Und Weber trifft, er verwandelt sicher und schießt den SVH in die nächste Runde. Doch einen maßgeblichen Anteil am Weiterkommen hatte auch SVH-Schlussmann Reiner Schwartz, der zunächst auf der Bank saß, von seinem Trainer Jens Mayer aber in der 118. Minute eingewechselt wurde und gleich zwei Elfmeter hielt. Dennis Hirt und Eren Cünyet verschossen beim TSC, genauso wie Patrick Freyer beim SV Hermersberg.
Die kompletten 120 Minuten waren durch viele Zweikämpfe und Fouls im Mittelfeld geprägt. Dazu übertrugen sich von außen noch Emotionen und Sticheleien. Höhepunkt war sogar eine Gelbe Karte gegen die Bank des TSC Zweibrücken, TSC-Trainer Peter Rubeck kassierte die Verwarnung.

 

In der regulären Spielzeit dauerte es bis in die 12. Minute, ehe die 300 Zuschauer die erste Torannäherung sahen. Patrick Freyer setzte zu einem Solo an, verzog aber seinen Abschluss. Enger war es auf der Gegenseite zwei Minuten später, als Dennis Hirt einen Eckball auf den zweiten Pfosten zog. Luca Brödel sprang am höchsten, für seinen Kopfball musste SVH-Schlussmann Sven Deppert schnell abtauchen, um die Gelegenheit zu entschärfen. Die zweite Torgelegenheit der Gastgeber landete schließlich im Tor. Ein langer Einwurf von Cünyet Eren wurde auf Steven Mathieu (26.) verlängert, der den Ball nur noch über die Linie zur 1:0-Führung drücken musste. Der SV Hermersberg tat sich in der Folge schwer, die Bälle in die Schnittstelle kamen kaum noch an. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff markierte Patrick Freyer das 1:1. Der mit aufgerückte Pascal Masch legte auf Freyer ab, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und trocken ins lange Eck schoss.

Im zweiten Durchgang waren gerade einmal 90 Sekunden gespielt, als der TSC Zweibrücken erneut in Führung ging. Die Hermersberger Hintermannschaft vergaß nach einem Freistoß von Dennis Hirt Luca Brödel, der völlig freistehend zum 2:1 einköpfte. Danach scheiterte zunächst Johannes Mendel und dann Dennis Hirt an der Latte. In der 64. Minute hatte Mendel erneut den Torschrei auf den Lippen, doch seinen Kopfball aus fünf Metern lenkte Maximilian Cölsch mit einem Reflex sensationell über die Latte.

Eine Minute später bejubelte Patrick Freyer seinen zweiten Treffer. An der rechten Strafraumgrenze ließ der ehemalige Regionalliga-Stürmer zunächst seinen Gegenspieler ins Leere laufen, ehe er per Kunstschuss über Cölsch ins lange Eck zum 2:2 traf.

In einer chancenarmen Verlängerung gab es nur eine gefährliche Torgelegenheit, die TSC-Schlussmann Maximilian Cölsch mit einem starken Reflex zunichte machte. Unmut kam bei einigen TSC-Anhängern auf, als zwei Minuten vor Ende der Verlängerung SVH-Ersatztorwart Reiner Schwartz eingewechselt wurde. Sie warfen ihm einige unschöne Worte an den Kopf, vermutlich ahnten sie schon, dass Schwartz beim Elfmeterschießen nur schwer zu bezwingen sein wird. Seine Sternstunde hatte Schwartz 2006 beim DFB-Pokalerfolg des FK Pirmasens gegen Werder Bremen, als er zwei Elfmeter der Bremer hielt und für den FKP das Pokalwunder wahr machte. (Pirmasenser Zeitung)

 2021 08 10zweibruecken

STIMMEN ZUM SPIEL:

Peter Rubeck, Trainer TSC Zweibrücken: Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Sie hat gekämpft, auch wenn es phasenweise kein schönes Spiel war, sondern ein Abnutzungsspiel. Wir werden uns diese Woche regenerieren und dann sehen wir uns kommenden Sonntag wieder.
Jens Mayer, Trainer SV Hermersberg: Das Elfmeterschießen hat es nur gebraucht, weil wir vor dem Tor nicht effektiv genug waren und in bei zwei Standardsituation gepennt haben, die dann zu den Gegentoren geführt haben. Mehr habe ich vom TSC Zweibrücken aber auch nicht gesehen.

Reiner Schwartz, Ersatztorwart SV Hermersberg: Mit meiner Einwechslung habe ich nicht gerechnet, ich bin eher davon ausgegangen, dass in der Verlängerung noch ein Feldspieler gebracht wird, damit wir das Elfmeterschießen nicht brauchen. Es hat aber gezeigt, dass jeder gebraucht wird und so werden wir wieder weit kommen. (sts)

 

SO SPIELTEN SIE:
TSC Zweibrücken: Cölsch – F. Decker, Schön, Heidenreich, Eren – M. Decker (95. Schmitt), Hirt, Brödel – Kauf, Mathieu (62. Krebs) – Meil (71. Julier)
SV Hermersberg: Deppert (118. Schwartz) – Metzger, Deho, Dausmann, Lelle (71. Freiler)– Bold, Masch – Mendel (64. Gries), Dudek (91. Berg), Freier - Weber
Tore: 1:0 Mathieu (26.), 1:1 Freyer (43.), 2:1 Brödel (47.), 2:2 Freyer (65.) Elfmeterschießen: 2:3 Freiler, 2:4 Masch, 3:4 Schön, 4:4 F. Decker, 4:5 Deho, 5:5 Schmitt, 5:6 Weber
Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Florian Stahl (Zweibrücken)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.