CORONA AMPEL

2021 05 26 Ampel

Spitzenreiter schlägt Verfolger TSC Zweibrücken im Gipfeltreffen der Fußball-Landesliga mit 3:1

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HERMERSBERG. 600 Fußballfreunde kamen am Sonntag, um das Landesliga-Spitzenduell zwischen Tabellenführer SV Hermersberg und Verfolger TSC Zweibrücken zu sehen. Zunächst dominierten die Gäste, trafen Latte und Pfosten. Die zweite Halbzeit ging aber klar an die Hermersberger, die durch ihre Qualitäten im Abschluss bestachen und sich letztlich verdient mit 3:1 (2:1) durchsetzten.

„Was viel mehr schmerzt als die Niederlage ist die Verletzung von Tobias Schön“, sagte TSC-Trainer Peter Rubeck. Sein Kapitän musste nach 14 Minuten mit Verdacht auf Achillessehnenriss raus. Rubeck bescheinigte den siegreichen Hermersbergern: „Die sind einen Tick cleverer als wir.“
Die Anfangsphase gehörte den Zweibrückern. Die Rubeck-Elf startete mit einer Fünfer-Kette, wobei sich die Außenverteidiger bei eigenem Ballbesitz immer wieder ins Offensivspiel einschalteten. SVH-Keeper Sven Deppert holte Erik Bischof in höchster Not im Strafraum den Ball vom Fuß (2.), ein Freistoß von Dennis Hirt pfiff knapp am langen Pfosten vorbei (8.), Jonathan Kauf traf mit seinem ansatzlos abgezogenen Schuss aus 25 Metern die Latte (21.), und nach einem schönen Spielzug über Sebastian Schmitt und Hirt traf Kauf aus fünf Metern nur den Pfosten (27.). Es hätte eigentlich 0:1 stehen müssen.

 

Klasse Angriffszug zum 2:1
Dann konnte Hermersberg seine Probleme im Spielaufbau merklich reduzieren. Timm Dudek, bis hierhin kaum zu sehen, zog immer mehr das Spiel an sich und sollte fortan die entscheidenden Akzente setzen. Ecke Dudek, Kopfball Miguel Deho unter die Latte – 1:0 (38.). Ein langer Einwurf von Marcel Julier filetierte die SVH-Abwehr, und Cüneyt Eren drückte am kurzen Pfosten den Ball im Fallen zum 1:1 (42.) über die Linie. Und noch vor der Pause der schönste Angriff im ganzen Spiel: Dudek spielte den Ball auf die rechte Seite zu Patrick Freyer, und der machte das, was ihn beim FKP in der Regionalliga schon so wertvoll gemacht hatte: Er schlug eine fein getimte Flanke, und Florian Weber köpfte zum 2:1 ein (45.).

In der zweiten Halbzeit spielte nur noch der Tabellenführer. „Der TSC hatte jetzt keine Körner mehr und agierte nur noch mit langen Bällen in die Spitze“, erkannte SVH-Trainer Jens Mayer richtig. Und seine Abwehr war nun absolut sattelfest, ließ den TSC-Spitzen Bischof und Eren keinen Stich mehr. In der 56. Minute schien das „Ahh“ und „Ohh“ bei den SVH-Anhängern nicht mehr zu enden. Der Grund: Eine Dudek-Freyer-Kombination in den Strafraum schloss Freyer mit der Pike ab, doch TSC-Keeper Maximilian Cölsch parierte, den Nachschuss von Dudek wehrte er mit dem Fuß ab, und der dritte Schuss im Sekunden-Takt von Johannes Mendel wurde abgefälscht und landete im Toraus.

Dausmann macht alles klar
Den Deckel drauf machte dann einer, der sonst für seine Kopfballstärke bekannt ist. Nach einer Ecke von Dudek kam der Ball zu Marius Dausmann und der Innenverteidiger schoss ansatzlos aus 16 Metern direkt neben dem Pfosten zum 3:1 (83.) ab. „Wenn es mit dem Kopf nicht klappt, dann muss es eben der Fuß richten“, sagte der Münchweilerer im SVH-Trikot, der so seine gute Leistung krönte.

„Die Jungs sind echt gut drauf. Das macht richtig Spaß. So kann es weiter gehen“, geriet Hermersbergs Coach Mayer ins Schwärmen. Sebastian Schmitt, der für den TSC spielende Rodalber, bestach durch Ballsicherheit und Übersicht. Er stellte fest: „Hermersberg hat eine seit Jahren eingespielte Mannschaft und war heute sehr effizient.“ Und TSC-Trainer Rubeck merkte an, dass er trotz der Niederlage „nicht unzufrieden“ mit seinem Team sei. Rubeck: „Wir verfolgen weiterhin unser Ziel, unter die ersten vier in der Liga zu kommen.“ (Die Rheinpfalz)

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SO SPIELTEN SIE:

SV Hermersberg: Deppert - Lelle, Dausmann, Deho, Metzger - Mendel (83. Gries), Freiler, Masch (89. Simon), Dudek - Freyer (85. Jochum), Weber (87. Berg)
TSC Zweibrücken: Cölsch - Tüllner (77. Weis), Schmitt, Schön (14. Meil), Decker (46. Mathieu) - Julier, Kauf, Hirt (69. Krebs), Decker - Eren, Bischof
Tore: 1:0 Deho (38.), 1:1 Eren (42.), 2:1 Weber (45.), 3:1 Dausmann (83.) - Gelbe Karten: Metzger, Masch - Hirt, Tüllner - Beste Spieler: Masch, Dudek, Dausmann - Schmitt, Hirt, Kauf - Zuschauer: 600 - Schiedsrichter: Zirbel (Kandel).


Die Punkte und den Kapitän verloren
Landesliga: TSC Zweibrücken verliert im Spitzenspiel mit 1:3 Toren beim SV Hermersberg

SV Hermersberg heißt der Sieger des Topspiels in der Fußball-Landesliga: Der Tabellenführer besiegte gestern zuhause Verfolger TSC Zweibrücken am Ende verdient mit 3:1 (2:1) Toren und fuhr drei wichtige Punkte für die Aufstiegsrunde ein. Die Gäste aus Zweibrücken verloren nicht nur die Partie, sondern auch Kapitän Tobias Schön, der wohl Monate ausfallen wird.

Trotz klarer Feldüberlegenheit musste der SV Hermersberg und deren Trainer Jens Mayer bis zur 86. Minute zittern, bis das Duell der vermeintlich beiden besten Mannschaften der Landesliga-Gruppe Süd entschieden war. Marius Dausmann war der Torschütze des erlösenden 3:1-Siegtreffers aus Hermersberger Sicht. Nach einem Eckball prallte das Leder zu Dausmann, der nach einer kurzen Körpertäuschung den Ball im Tor von TSC-Schlussmann Maximilian Cölsch unterbrachte – und das Spitzenspiel damit entschied.
Die Partie begann, wie viele Topspiele oft verlaufen: Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld. Dann der „Wermutstropfen“, wie es TSC-Trainer Peter Rubeck nach dem Spiel nannte. Sein Spielführer Tobias Schön blieb bei einer Aktion ohne Gegnereinwirkung im Rasen hängen und riss sich nach Aussagen von TSC-Spielleiter Hakan Haliloglou vermutlich die Achillessehne. „Wir haben schon so viele Verletzte und einer wie Tobi ist für uns nicht zu ersetzen“, so der bedrückte Spielleiter in der Halbzeitpause, kurz nachdem Schön im Krankenwagen abtransportiert worden war. „Diese Verletzung tut mir mehr weh als die Niederlage“, erklärte Peter Rubeck nach dem Abpfiff.

Während Schön von seinen Betreuern im ersten Durchgang auf der Auswechselbank versorgt wurde, sah er drei Tore zur 2:1-Pausenführung für den SV Hermersberg – und dazu einige gute Torchancen seiner Mannschaft, die überraschend tiefstehend ans Werk ging. Obwohl der SV Hermersberg das Spiel kontrollierte, kamen die Gäste zu der ersten wirklichen Torchance, die es dann auch gleich in sich hatte. Dennis Hirt steckte das Leder auf Jonathan Kauf durch, der mit seinem Drehschuss aber an der Querlatte scheiterte. „Wir machen die durch unsere Fehler stark“, mit diesen Worten ließ Jens Mayer danach seiner Unzufriedenheit freien Lauf. Auch die nächste Gelegenheit gehörte dem TSC. Sebastian Schmitt flankte in den Fünfmeterraum auf Marcel Julier, der aber über den Ball trat. In dessen Rücken wartete Jonathan Kauf, der mit seinem Abschluss diesmal am Pfosten scheiterte.

Bis dahin konnten sich die Gastgeber über das Remis nicht beschweren, gingen stattdessen in der 38. Minute aber selbst in Führung: Miguel Deho köpfte eine Flanke von Johannes Mendel zum 1:0 in die Maschen. Die Zuordnung in der TSC-Hintermannschaft stimmte nicht und stellte damit den Spielverlauf auf den Kopf. Dehos Jubel glich dem von Bayernprofi Serge Gnabry, der ebenfalls „in der Tasse rührt“. „Nico Freiler und ich machen diesen Jubel eigentlich immer nach einem Tor“, stellte Deho klar.

Geschockt waren die Gäste aus Zweibrücken nach diesem Rückstand aber nicht: Keine fünf Minuten später glichen sie in Person von Cünyet Eren (43.) aus. Dieser profitierte von einer schönen Brustablage seines Mannschaftskollegen Erik Bischof. Während sich einige Zuschauer schon auf dem Weg zum Bratwurststand machten, jubelte der SV Hermersberg aber noch einmal vor der Pause. Quasi mit dem Halbzeitpfiff servierte Patrick Freyer Florian Weber eine mustergültige Flanke auf den zweiten Pfosten, die Hermersbergs Mittelstürmer zur 2:1-Führung verwerten wusste.

In den zweiten 45 Minuten fand der TSC Zweibrücken in der Offensive überhaupt nicht mehr statt und kam nicht einmal gefährlich vor den Kasten von SVH-Schlussmann Sven Deppert – es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Nach einer Stunde ließen die Hausherren binnen weniger Sekunden eine höhere Führung gleich dreimal liegen: Patrick Freyer, Timm Dudek und Johannes Mendel fanden mit ihren Abschlüssen ihren Meister jeweils in Gäste-Keeper Maximilian Cölsch.

Zwölf Minuten vor dem Ende baute Jens Mayer mit den Worten „Wir bekommen noch Einen“ seine Mannschaft auf – und er sollte Recht behalten. (Pirmasenser Zeitung)

STIMMEN ZUM SPIEL

 Jens Mayer, Spielertrainer SV Hermersberg: Je länger die Partie im zweiten Durchgang gedauert hat, war zu erkennen, dass beim TSC die Kräfte schwinden. Aus den vielen Freiräumen haben wir zu wenig gemacht, aber bis auf eine Phase in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel beherrscht und verdient gewonnen.
Peter Rubeck, Trainer TSC Zweibrücken: Aufgrund unserer Personalsituation mussten wir heute anders spielen, was uns zu Beginn auch gut gelungen ist. Wir hätten in Führung gehen müssen, was dann aber Hermersberg durch eine Ecke gelang. Im zweiten Durchgang haben wir zu wenig gemacht, weshalb die Niederlage auch in Ordnung geht.

 

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