SV 1931 Hermersberg e.V.

Landesliga West | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

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Christian Fritz hatte es am Samstag richtig schwer. Der Torwart des SV Hermersberg spürte die Kälte wohl am meisten der 22 Spieler auf dem Platz. 90 Minuten lang blieb er auf dem mit einer fünf Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckten Rasenplatz, über den ein frostiger Wind wehte, ohne einen ernsthaften Einsatz. Sein Torwartkollege Marko Raschke vom FC Dahn wurde hingegen von den Hermersberger Stürmern, vor allem in der zweiten Halbzeit richtig warm geschossen. Doch trotz einiger guter Paraden konnte auch Raschke den verdienten 3:0-(0:0-)Sieg des Tabellenführers SV Hermersberg gegen den FC Dahn nicht verhindern.

(aus der Pirmasenser Zeitung)

Deho legt vor, Müller trifft

Landesliga: SV Hermersberg auch auf Schnee spielstärker als FC Dahn

Von PZ-Redakteur Götz Krämer

Christian Fritz hatte es am Samstag richtig schwer. Der Torwart des SV Hermersberg spürte die Kälte wohl am meisten der 22 Spieler auf dem Platz. 90 Minuten lang blieb er auf dem mit einer fünf Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckten Rasenplatz, über den ein frostiger Wind wehte, ohne einen ernsthaften Einsatz. Sein Torwartkollege Marko Raschke vom FC Dahn wurde hingegen von den Hermersberger Stürmern, vor allem in der zweiten Halbzeit richtig warm geschossen. Doch trotz einiger guter Paraden konnte auch Raschke den verdienten 3:0-(0:0-)Sieg des Tabellenführers SV Hermersberg gegen den FC Dahn nicht verhindern.


Torbjörn Deho überspringt Grätsche von Marco Weissgerber

Der Hermersberger Kapitän Torbjörn Deho überspringt die Grätsche des Dahner Abwehrspielers Marco Weissgerber. Deho machte trotz der schlechten Platzverhältnisse ein überragendes Spiel. (Foto: Reiser)


Die Befürchtungen einiger Zuschauer, dass der Außenseiter auf dem schwer bespielbaren Platz gegen den technisch versierten Spitzenreiter im Vorteil sein könnte, bewahrheiteten sich nicht. Es dauerte zwar einige Zeit, bis das Zusammenspiel in Reihen des SVH trotz Schnee funktionierte, aber es klappte wenigstens. Der FC Dahn hingegen versuchte mit Kampf und Einsatz dagegen zu halten, aber mehr als Einzelaktionen kamen nicht zustande. In der Abwehr drosch Marco Weissgerber gleich mehrfach den Ball über den Zaun auf die angrenzenden Felder "Wir haben uns nicht eine echte Torchance heraus gespielt", erkannte der Dahner Trainer Marko Raschke die Hermersberger Überlegenheit an.



Der Hermersberger Dennis Müller kommt trotz des Abwehrversuchs des Dahners Sergej Kolmogorov (rechts) zum Schuss. (Foto: Reiser)
Dennis Müller kommt zum SchussAuch wenn die Gastgeber erst in der zweiten Halbzeit ins Tor trafen, deutete sich der Sieg schon frühzeitig an. Zu überlegen war der SVH, nicht zuletzt weil er mit Torbjörn Deho und Dennis Müller die zwei besten Spieler der Partie stellte. Deho spielte in der ersten Halbzeit die Dahner Abwehr gleich mehrfach aus, zeigte dann aber aus aussichtsreichen Positionen Schwächen im Abschluss oder scheiterte an Raschke.

Als der FC Dahn wenigstens einmal halbwegs gefährlich nach vorne spielte - der Ball kam nach einem verunglückten Schussversuch von Rainer Vollmar zu Jan Lechtenfeld, der aber über das Tor lupfte (53.), machten die Hermersberger Ernst.

Schlitzohrig spitzelte Dennis Müller in der 56. Minute seinem überforderten Gegenspieler Sergej Kolmogorov den Ball vom Fuß, passte nach rechts zu Torbjörn Deho. Dieser vollendete den Doppelpass mit einem Zuspiel auf den mittlerweile in den Strafraum gesprinteten Müller, der im Fallen platziert zum 1:0 traf.

Mehr als die nur 100 Zuschauer, die der Kälte trotzten, hätte das Spiel schon allein wegen der 68. Minute verdient. Der 19-jährige Dennis Müller zeigte sein ganzes Können, narrte gleich mehrere Dahner Abwehrspieler und schlenzte den Ball über Raschke ins lange Eck, wo die Querlatte das 2:0 verhinderte - noch. Denn in der 70. Minute war es soweit: Der im Mittelfeld klug Regie führende Andreas Langner spielte Torbjörn Deho mit einem Hackentrick an. Dieser drang von links in den 16-Meter-Raum ein, tanzt zwei Gegner aus und zieht ab. Die Kugel rutscht unter Raschke durch, aber nicht über die Linie. Den Rest besorgt wieder Dennis Müller mit seinem Abstauber zum 2:0.

Und auch zum 3:0 leistete Torbjörn Deho die Vorarbeit. Seinen Eckball köpfte Thorsten Kessler zum 3:0 ein.

In den Schlussminuten durfte auch noch Abwehrorganisator Diego Deho stürmen. Doch im Zusammenspiel mit Andreas Langner überbot er sich im Auslassen klarer Torchancen.

Dennis Müller freute sich nicht über seinen ersten Doppelpack. In dieser Saison hat er in zwei Spielen sogar jeweils drei Tore erzielt. Dabei profitiert er von der Qualität seiner Mitspieler. "Mit den drei Dehos verstehe ich mich am besten", sagt er. Auf Vorlagen von Sergio Deho musste er am Samstag verzichten. Nach dem Spiel gegen Blaubach-Diedelkopf attackierte er den Schiedsrichter verbal und kassierte dafür eine Sperre von vier Wochen.

SO SPIELTEN SIE

SV Hermersberg 3
FC Dahn 0

SV Hermersberg: Fritz - Frank, Wildmoser, Hartmann, D. Deho, T. Deho, Mayer (67. Lenz), D. Müller, Kessler (79. Peter), Langner, M. Müller
FC Dahn: Raschke - Ettel (72. Eder), Hartmann, Kolmogorov, Weissgerber, Vollmar, Lechtenfeld, Kauz (59. Kauz), Woll, Stolzer, Dueborgdioe
Tore: 1:0, 2:0 D. Müller (56. und 70.), 3:0 Kessler (74.)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Timo Gerach (Queichheim)

Pirmasenser Zeitung vom 19.12.05 - Rubrik Sport

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