SV 1931 Hermersberg e.V.

Landesliga West | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

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Wieder wurde es nichts mit einem Erfolgserlebnis. Auch gegen Hassia Bingen musste der SV  Hermersberg gestern eine bittere 1:2 (0:1)-Niederlage einstecken. Die Lage am Tabellenende der Verbandsliga wird dadurch fast hoffnungslos.

Die Begegnung SV  Hermersberg gegen Hassia Bingen war ein Duell der Qualität Fußball zum Abgewöhnen. Das Spielgerät war mehr in der Luft als am Boden. Viele Fouls ließen über weite Strecken der Partie keinen Spielfluss aufkommen.


Hermersbergs Trainer Andreas Langner war nach Spielschluss niedergeschlagen: „Einen Punkt für die Moral hätten wir heute schon verdient gehabt. Meine Mannschaft brauchte fast 25 Minuten, um etwas Selbstvertrauen in ihre Aktionen zu bringen. Die 0:5-Klatsche gegen Bodenheim eine Woche vorher war noch in den Köpfen. Ballverluste in der Vorwärtsbewegung haben uns letztendlich das Genick gebrochen.”

Eddy Mauer, der Co-Trainer der Hassia Bingen, bezeichnete die Leistung seiner Jungs als katastrophal. „Keiner unserer Akteure hatte nur annähernd Normalform. Das war ein glücklicher Sieg, auch die rote Karte gegen Daniel Pflüger war berechtigt. Nach dem Punktgewinn gegen Tabellenführer TSG Pfeddersheim hat man das Team nicht mehr wiedererkannt”, bezeichnet Mauer dieses Duell als schlechtestes Verbandsligaspiel der letzten Jahre.

Kampf, Hektik und Fehlpässe bestimmten die erste Viertelstunde. Die erste nennenswerte Möglichkeit nutzten die Gäste in der 17. Minute zur Führung. Dennis Pala setzte sich an der Strafraumgrenze durch, sein Flachschuss schlug unhaltbar im linken Eck des SVH-Gehäuses ein.

Das Spiel wurde durch diesen Treffer nicht besser. Immer wieder wurde die Begegnung durch Fouls unterbrochen. Weite Bälle und Einzelaktionen trugen nichts zum Kombinationsspiel bei. Ein weiter Schlag aus der Hassia-Defensive landete bei Selim Denguezli, der sich über rechts durchsetzte, der 18-jährige Schlussmann Florian Miszkowiak war auf dem Posten und verhinderte Schlimmeres.

Hermersberg kam erst in den Schlussminuten von Abschnitt eins zu zwei Gelegenheiten. Michael Stridde verzog aber beide Male aus aussichtsreicher Position. Mit der Bingener 1:0-Führung ging es in die Pause, ein Remis hätte dem Spielverlauf mehr entsprochen.

Die Platzherren kamen mit mehr Elan aus der Kabine. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff parierte Hassia-Keeper Axel Schulze einen Freistoßhammer von Julian Links. Aber auch die Gäste hatten in der Folgezeit ihre Gelegenheiten. Einzig Torsteher Miszkowiak war es zu verdanken, dass der SVH im Spiel blieb. Einen Freistoß von Enis Hasani fischte er aus dem Eck und klärte kurz darauf gegen Selim Denguezli, der frei vor ihm auftauchte.

In der 68. Minute dann die Vorentscheidung: Denguezli erkämpfte sich am Mittelkreis die Kugel, lief durch und machte das 2:0 perfekt. Das Duell wurde noch härter und umkämpfter. In der 73. Minute sah Gästespieler Daniel Pflüger die rote Karte wegen Nachtretens. Hassia-Trainer Ekrem Soy regte sich darüber auf und wurde vom Referee hinter die Barriere geschickt.

Zehn Minuten vor dem Ende wieder personeller Gleichstand. Pascal Frank musste mit Gelb-Rot den Platz verlassen. In der 85. Minute gelang dem eingewechselten Dominik Dahl der 1:2-Anschlusstreffer. Den Ausgleich verhinderte fast mit dem Schlusspfiff Torhüter Axel Schulze mit prächtiger Rettungstat gegen SVH-Kapitän Alexander Joniks.

Nach dem Abpfiff spielten sich unschöne Szenen ab. Es kam zur Rudelbildung, worauf  Hermersbergs Stadionsprecher alle Beteiligten zur Mäßigung aufforderte. (df)


So spielten sie:
SV  Hermersberg: Miszkowiak - Frank, Joniks, Hartmann (76. Dahl), Peters - Bzducha (24. Links), Wick, Schweig, Bauer - Vollmar, Stridde.
Hassia Bingen: Schulze - Mader, Sikiric, Franke, Borovskij - Krebes, Wendler, Pflüger, Hasani (61. Bobaj), Pala - Denguezli.
Tore: 0:1 Pala (17.), 0:2 Denguezli (68.,), 1:2 Dahl (85.)
Gelb-rote Karte: Frank (80. SVH)
Rote Karte: Pflüger (73. Hassia)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Daniel Sitter (Wörth)

(Pirmasenser Zeitung)

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