SV 1931 Hermersberg e.V.

Landesliga West | B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

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Einen großen Schritt Richtung DFB-Cup in Berlin gelang gestern den Ü 40-Fußballern des SV Hermersberg. In zweimal 35 Minuten schickten sie im ersten Spiel der Regionalmeisterschaft die Gäste aus dem Rheinland, den FV Rübenach, mit 4:0 und einem für die Endabrechnung wichtigen 6:5 im Elfmeterschießen nach Hause.Zwei der drei Ü 40-Meister des Regionalverbandes Südwest nehmen an der Endrunde am 13. und 14. September in der Hauptstadt Berlin teil. Mit dem gestrigen 4:0-Sieg auf der Sickinger Höhe gegen den Rheinland-Meister FV Rübenach haben die Ü 40-Fußballer des SV Hermersberg den Grundstein für die Teilnahme am DFB-Cup gelegt.
 
Sollten die drei Qualifikanten, zu denen noch der Saarlandmeister FV Schwalbach zählt, zum Schluss alle punktgleich sein, steht die Entscheidung über die Plätze dennoch fest. Denn vorsorglich wird jetzt schon nach jeder Partie ein Elfmeterschießen durchgeführt, das am Ende entscheidend sein kann. Gestern setzte sich hier ebenfalls der SV Hermersberg mit 6:5 durch.
 
Am nächsten Sonntag geht es für Hermersberg zum FV Schwalbach. Mit der guten Ausgangsposition im Rücken, steht die Tür für Berlin ganz weit offen.
 
Mit einem Blitzstart ging der SV Hermersberg in diese Partie. Mit einer Körpertäuschung ließ Andreas Zimmermann an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler stehen und traf zum 1:0. Im weiteren Verlauf dominierten die Platzherren, ohne allerdings ihre vielen Möglichkeiten zu nutzen.
 
Ein schulmäßiger Angriff über rechts brachte Karsten Bernhard in Ballbesitz. Seine präzise Flanke erreichte den am langen Pfosten stehenden Bernd Dudek, der nur noch den Kopf hinhalten musste, um die Kugel zum 2:0 zu versenken. Dass dieses Resultat zur Pause noch Bestand hatte, war allein Gästetorhüter Dieter Geisler zu verdanken, der mit seinen Paraden förmlich über sich hinauswuchs.
 
Die zweite Hälfte darf getrost als Einbahnstraßenfußball bezeichnet werden. Die Gäste kamen nicht weit über die Hermersberger Mittellinie. Torwart Michael Kiefer war beschäftigungslos. Die Jungs von Hermersberg mitspielendem Trainer Steffen Fuchs trafen entweder das Gehäuse nicht oder scheiterten am Schlussmann der Rübenacher.
 
In der Schlussphase der über zweimal 35 Minuten laufenden Begegnung brach Christian Peter mit einem Doppelschlag den Torbann zum 4:0-Endstand. Das sich anschließende Elfmeterschießen konnte der SVH mit 6:5 ebenfalls für sich verbuchen.
 
 
 
Stimmen zum Spiel
 
SVH-Trainer Steffen Fuchs: Wir waren haushoch überlegen und haben die Partie dominiert. Unsere Chancenverwertung hätte besser sein können, sonst gibt es aber nichts zu bemängeln. Meine Jungs haben Power gemacht und den Zuschauern ein gutes Fußballspiel gezeigt.
 
Rübenachs Ü 40-Chef Richard Barth: Der Hermersberger Sieg geht in Ordnung. Man hat gemerkt, dass dieses Team schon lange zusammenspielt. Mit dieser Niederlage können wir leben. Unser Keeper war der beste Mann auf dem Platz.
 
Karsten Bernhard (Spieler SV Hermersberg): Wir hätten höher siegen müssen. Man hat gemerkt, dass alle diese Partie selbst nach dem sicheren Vorsprung ernst genommen haben. 

 
So spielten sie
 
Spielerkader SV Hermersberg: Kiefer – Lelle, Lenz, J. Könnel, Lutz, Dudek, Zimmermann, U. Könnel, Bernhard, Peter, Fuchs – Müller, Einfalt, Scheick, Herrgen, C. Könnel.
 
FV Rübenach: Geisler – Barth, Bengel, Gerhard, Rompf, M. Hinz, Bierwirth, Drack, O. Hinz, Künster, Gotthard – Weber, Meuer, Schmitz, Mayer.
 
Tore: 1:0 Zimmermann (3.), 2:0 Dudek (26.), 3:0 Peter (65.), 4:0 Peter (70. + 1).
 
Zuschauer: 120
 
Schiedsrichter: Rainer Vollmar (Großsteinhausen)
(Pirmasenser Zeitung)



„Wie in den guten alten Verbandsliga-Zeiten“
 
Ü40-Fussball: SV Hermersberg startet mit 4:0-Sieg gegen Rheinlandmeister Rübenach in Regionalentscheid – Tor zu DM-Endrunde weit offen
 
 
Von Jan Hoffmann
 
 
HERMERSBERG. Es sieht ganz danach aus, als ob der SV 1931 Hermersberg zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte an einer deutschen Meisterschaft teilnimmt. Nach dem 4:0 (2:0) im ersten Spiel des Regionalentscheids Rheinland-Pfalz/Saarland gegen den FV Rheingold Rübenach haben die Hermersberger beste Chancen, sich für die DM-Endrunde der Ü40-Fußballer vom 13. bis 15. September in Berlin zu qualifizieren – die RHEINPFALZ informierte gestern kurz.Trotz des hohen Sieges – das Torverhältnis zählt – und obwohl zwei der drei Regionalentscheid-Teilnehmer (neben Südwestmeister Hermersberg und Rheinlandmeister Rübenach noch Saarlandmeister Schwalbach) nach Berlin fahren, äußerte sich SVH-Spielertrrainer Steffen Fuchs nach der Partie zurückhaltend: „Ich will jetzt noch nicht sagen, dass die halbe Miete geschafft ist, aber wir sind auf einem sehr guten Weg.“Bereits in der zweiten Spielminute traf Andreas Zimmermann für den SVH. „Das frühe Tor war wichtig und hat uns Kraft gegeben“, sagte Fuchs, und Mittelfeldspieler Karsten Bernhard (bis Mai noch Trainer des SVH-Landesligateams) merkte an: „Wir wussten nicht, wie stark der Gegner ist und waren schon in der Vorbereitung hochmotiviert.“
 
 
Die 140 Zuschauer erlebten eine recht einseitige Partie. Die Gastgeber waren in allen Spielbereichen klar überlegen. Der SVH präsentierte sich als lautstarke, kommunikative und offensive Mannschaft, die Gäste aus Koblenz agierten dagegen sehr ruhig und verhalten. In der ersten Halbzeit spielten die Hermersberger vor allem über die Außenbahnen. Die Abwehr des FV Rheingold wies viele Lücken auf, so dass sich der SVH serienweise Torchancen erarbeiten konnte. Christian Peter verfehlte zweimal knapp das Tor (13./15.), Ex-Zweitligaprofi Dudek traf aus zwei und sechs Metern Torentfernung nicht (16./19.), und als Fuchs im Strafraum fiel, pfiff Kreis-Schiedsrichterobmann Ralf Vollmar zum Ärger der Hermersberger keinen Elfmeter. Insgesamt war das Spiel der Hermersberger von vielen kleineren Fouls geprägt, der Schiedsrichter pfiff jedoch in „englischer Manier“, also alles andere als kleinlich.
 
 
In der 26. Minute dann das überfällige 2:0: Kapitän Dudek netzte nach schöner Vorarbeit von Bernhard ein. Während SVH-Torwart Michael Kiefer „arbeitslos“ war, hatte sein Gegenüber Schwerstarbeit zu leisten. Dieter Geisler parierte einen Ball nach dem anderen. So wehrte Rübenachs Keeper in der 28. Minute einen gut platzierten Schuss von Fuchs ab.
 
 
In der Halbzeitpause forderte Trainer Fuchs seine Männer zu entschlossenerem Verhalten vor dem Tor auf. „Es wurde kritisiert, dass wir nicht noch mehr Tore in der ersten Hälfte geschossen haben“, berichtete Bernhard. Doch ausgerechnet Fuchs versiebte nach Flanke von Bernhard die erste gute Hermersberger Torchance in den zweiten 35 Minuten. Schreckmoment in der 45. Minute: Nach einem Zweikampf stürzte Andreas Zimmermann unglücklich. Am Spielfeldrand war ein lautes Krachen zu hören. Zimmermann ging verletzt raus (Andreas Einfalt kam) und hatte gestern Nachmittag einen Termin zur Kernspintomographie.
 
 
Nach diesem Vorfall gestaltete sich die Partie zunehmend aggressiver. So beschwerte sich Ullrich Könnel in der 50. Minute lautstark beim Unparteiischen, weil er von einem gegnerischen Spieler einen Schlag ins Gesicht abbekommen habe. In der 53. Minute schoss Steffen Fuchs den Ball ins Tor. Sein Jubel währte jedoch nur kurz: Nachdem sich Christian Peter im passiven Abseits weggeduckt hatte, um den Ball nicht abzublocken, erkannte der Schiedsrichter das Tor nicht an. Nachdem der gute Geisler einen hervorragenden Kopfball von Dudek (58.) und einen Schuss von Fuchs (64.) parierte hatte, musste er sich in der 65. Minute Christian Peter geschlagen geben – 3:0. In der Nachspielzeit forderten die Hermersberger erneut ebenso vehement wie vergeblich Elfmeter. Das kurz darauf folgende Tor von Peter zum 4:0 beruhigte die Gemüter. 
 
 
Im Anschluss fand – vorsorglich für den Fall der Punkt- und Torgleichheit nach den drei Spielen – ein Elfmeterschießen statt, welches der SVH ebenfalls für sich entschied (6:5).
 
 
„Wir waren haushoch überlegen. Die Truppe hat super gespielt“, beurteilte SVH-Spielertrainer Fuchs die Leistung seiner Elf. Der überragende Bernhard, früher beim FKP in der Oberliga und beim SV Hermersberg (wie die meisten seiner Teamkollegen) in der Verbandsliga aktiv, geriet gar ins Schwärmen: „Es war wie in den guten alten Verbandsligazeiten. Man hat einfach gemerkt, dass wir schon lange zusammen spielen.“ 
 


So spielten sie
 
SV Hermersberg: Kiefer - Lelle, Lutz, Jochen Könnel, Lenz - Bernhard, Ullrich Könnel, Dudek, Zimmermann (45. Einfalt) - Peter, Fuchs
 
Tore: 1:0 Zimmermann (2.), 2:0 Dudek (26.), 3:0 Peter (65.), 4:0 Peter (70.+3.) - Beste Spieler: Bernhard, Zimmermann, Lenz - Geisler - Zuschauer: 140 - Schiedsrichter: Ralf Vollmar (Mauschbach). (Die Rheinpfalz)


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