Aus der Traum von der ersten DFB-Pokal-Teilnahme der Vereinsgeschichte. Im Verbandspokal-Halbfinale unterlag Außenseiter SV Hermersberg dem Regionalligisten Schott Mainz erst nach Verlängerung.

Geschenkt gab es nichts beim SV Hermersberg im Halbfinale des Fußball-Verbandspokals. Erst nach Verlängerung unterlag der Verbandsligist dem zwei Klassen höher spielenden TSV Schott Mainz mit 1:2, hatte dabei bis 68. Minute 1:0 geführt. Der Regionalligist tat sich gegen aufopferungsvoll verteidigende Hermersberger äußerst schwer, vergab selbst beste Chancen leichtfertig.

„Ich bin unfassbar stolz. Wir hatten einen Regionalligisten am Rande einer Niederlage“, sagte Hermersbergs Trainer Jens Mayer direkt nach dem Abpfiff. Dass seine Elf gegen einen spielerisch so starken Gegner nicht alles wegverteidigen könne, sei ihm jedoch auch bewusst. Doch der SVH hatte ja auch noch Noah Wächter. Der Torhüter parierte gegen den ideenreichen Birkan Celik bei einem Freistoß (13.) genauso wie gegen Mittelfeldspieler Etienne Portmann, der Wächter mit seinem Schuss am Kopf traf (22.). „Am Ende bekommen wir eine Situation nicht verteidigt und bekommen dann das Tor“, erzählt Wächter. Doch eben diese Situation ließ der Verbandsligist lange nicht zu.

Freyers Traumtor
Patrick Freyer gelang mit dem ersten Torschuss der Gelb-Schwarzen vor 550 Zuschauern gleich der Führungstreffer. Nach einem Konter wusste Freyer, der auch stark verteidigte, schlichtweg nicht mehr, wohin mit dem Ball, die Anspielpositionen fehlten. Der frühere Regionalligaspieler des FK Pirmasens fackelte nicht lange und schoss den Ball aus 25 Metern direkt in den Winkel (38.).

Mainz wurde im Anschluss fahrig. Kurz nach der Pause zeichnete sich Wächter abermals gegen Celik aus. „Wir haben hier wahnsinnig viele Chancen, bekommen aus dem Nichts das 0:1 und tun uns danach – wie schon in der gesamten Pokalrunde – richtig schwer“, sagte der Mainzer Verteidiger Dominik Ahlbach. Erst Nils Fischer brachte den Ball im Tor des SVH unter (68.). „Dann erwartest du natürlich, dass wir in der Verlängerung einbrechen. Das haben wir aber nicht gemacht. Ich bin auch auf unsere läuferische Leistung stolz“, sagte Mayer, dessen Team kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit noch eine Chance zum 2:1 hatte. Freyer setzte einen Freistoß aus 20 Metern zentrale Position knapp über die Latte.

Matchwinner Wimmer
Während die Landeshauptstädter in der Verlängerung die Präzision vermissen ließen, zeigte sich Hermersberg keineswegs entkräftet. „Ich weiß genau, was die Jungs drauf haben“, erzählte Mayer, dessen Team sich zwar selbst keine Tormöglichkeit mehr erspielte, jedoch auch kaum etwas zuließ. Aber in der 113. Spielminute brachte ein strammer Schuss des Mainzers Linus Wimmer von der Strafraumgrenze die Entscheidung. Hermersberg rannte noch mal an, kam aber nicht mehr zu Torraumszenen. Gleich dreimal verhängte Schiedsrichter Simon Wölflinger eine Zehn-Minuten-Strafe. Die „Sünder“ waren die Hermersberger Cedric Gries (82.) und Tim Dudek (120.+2) sowie Matchwinner Wimmer (120.+4).

Stolz war auch Keeper Wächter, weil seine Mannschaft „nicht nur über 90, sondern über 120 Minuten so eine Leistung gebracht hat“. Coach Mayer hätte sich ein Elfmeterschießen gewünscht, „denn dann kommt so ein Regionalligist auch noch mehr unter Druck“.

„Am Ende ist es ein Pokalspiel, und es zählt nur der Sieg für uns“, stellte Schott-Akteur Ahlbach fest. Er war froh, zum dritten Mal in Serie mit seinem Klub ins Verbandspokal-Endspiel eingezogen zu sein.

Am Sonntag in Steinwenden
Vor dem nächsten Verbandsligaspiel am Sonntag um 15 Uhr beim SV Steinwenden versammelt Mayer seine Mannschaft noch zu einer Trainingseinheit am Freitag. „Wir müssen schauen, wer Blessuren hat, wer einsatzfähig ist. Danach schauen wir, wie wir das Spiel angehen“, merkte der SVH-Coach an und verwies darauf, dass diese Saison nach Pokalspielen auch in der Liga die Leistung oft stimmte. (Die Rheinpfalz)

2024 03 14

 

SO SPIELTEN SIE
SV Hermersberg: Wächter - Metzger, Dausmann, Simon, Kolb - Buchmann (115. Schütz), Masch (110. Bold) - Gries (92. Lelle), Dudek – Freyer - Bißbort (102. Mendel).


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