Hermersberger Happy End im Haag! Will heißen: Das packende Achtelfinale im Verbandspokal zwischen dem hochfavorisierten Verbandsliga-Zweiten SC Idar-Oberstein und dem in der gleichen Liga spielenden abstiegsbedrohten SV Hermersberg entschied Patrick Freyer in der dritten Minute der Nachspielzeit für die Gäste aus der Südwestpfalz. Denn da erzielte der Ex-Regionalliga-Kicker im Idar-Obersteiner Stadion „Im Haag“ den entscheidenden Siegtreffer zum 3:2 (2:0)-Endstand für das Team von Coach Jens Mayer.

Erst gab es den Diver in den Mannschaftskreis durch Keeper Sven Deppert, der während der Partie mehrfach glänzend reagiert hatte, dann feierten die Hermersberger zurecht singend und tanzend mit einem lauten Humba-Täterä die nicht für mögliche gehaltene Pokalüberraschung, nämlich den Einzug ins Viertelfinale. Die Auslosung findet heute Freitag um 11 Uhr in der Sportschule Edenkoben statt und wird auf Socialmedia live übertragen. „Es darf weiter geträumt werden“, freut sich der Coach auf die heutige Auslosung. Übrigens, die Hermersberger, scheiterten im vergangenen Jahr, ebenfalls als einziges südwestpfälzisches Team, im Viertelfinale an Regionalliga-Absteiger Sv Gonsenheim.


Die letzten beiden Auftritte in der Edelsteinstadt hatten für die Hermersberger im Desaster geendet: Im September 2022 unterlag der SVH bei seinem Gastspiel dort mit 1:6 Toren – und vor rund vier Wochen schickte der SCI die Mayer-Truppe mit einer 0:5-Packung nach Hause. Daher waren die Erwartungen für das Pokal-Achtelfinale nicht allzu hoch.

 

Umso erstaunlicher war es, dass der Verbandsliga-Drittletzte am Mittwochabend in Halbzeit eins ordentlich aufdrehte. In der neunten Minute hatte Patrick Freyer mit feinem Schuss aus 16-Metern in den rechten Torwinkel schon früh die 1:0-Führung erzielt. Lukas Bißbort profitierte in der 35. Minute beim Treffer zum 2:0 von der klasse Vorarbeit von Jan Lelle, der dem Torschützen mustergültig den Ball aufgelegt hatte. Es waren zwei Tore ins Mark der Idar-Obersteiner, die bei bisher sieben Gegentreffer die zweitbeste Abwehr der Liga aufweisen. Die wenigen Hermersberg Fans unter den rund 200 Zuschauern rieben sich, ob der prima Spielweise ihres Teams die Augen. „Ich bin richtig stolz. Das war eine prima Reaktion auf die schwache Leistung in Bretzenheim“, lobte Meyer sein Team – und Freyer sagte: „Wir haben von Anfang an gut dagegengehalten.“

Spannend wurde es nach der Pause. In Minute 53 erzielte der bislang Führende der Verbandsligatorjägerliste, Florian Zimmer, den frühen 1:2-Anschlusstreffer, als er aus dem Getümmel heraus traf. Was dann folgte, war ein einziger Sturmlauf der favorisierten Gastgeber auf das Gehäuse von Deppert. Doch der starke Hermersberger Torwart hielt seinen Kasten sauber – bis in die zweite Minute der Nachspielzeit.

Da nahm der Irrsinn seinen Lauf: Philipp Schneider netzte freistehend zum 2:2-Ausgleich ein. Die Verlängerung drohte. „Nein jetzt nicht. Ich wollte bei der Kälte und dem strömenden Regen nicht noch in die Nachspielzeit“, sollte Freyer nach dem Abpfiff sagen. Und deshalb wurde er zum Triumphator: Nach dem Anstoß und der Vorarbeit von Cedrick Gries beförderte er mit seinem noch abgefälschten 3:2-Siegtreffer seinen SVH in den siebten Pokalhimmel. (Pirmasenser Zeitung)

SO SPIELTEN SIE

SV Hermersberg: Deppert – Metzger, Kolb, Dausmann, Wohlgemut, Masch (83. Simon), Dudek (80.Bold), Buchmann, Bißbort (76. Ruf), Lelle (70.Gries), Freyer.

Tore: 0:1 Freyer (9.), 0:2 Bißbort (35.), 1:2 Zimmer (53.), 2:2 Schneider (90+2), 2:3 Freyer (90+3).

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Patrick Simon Rößler (Wöllstein)


Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.